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Konflikte – Normalität im Führungsalltag

 … warum gerade die Konfliktscheu vieler Führungskräfte erst zu Konflikten führt

Die meisten Menschen fürchten sie und würden alles dafür geben, sie zu vermeiden: Konflikte. Auch viele Führungskräfte haben Angst vor Konflikten und blenden Konfliktherde oft unbewusst aus – wohl in der Hoffnung, das Thema erledige sich – irgendwann – von selbst.

Konflikte werden als anstrengend empfunden und zwischenmenschliche Beziehungen geraten potentiell in Gefahr. Die Angst vor dem Konflikt rührt daher, dass im Vorfeld meist nicht klar ist, wie der Konflikt letztlich ausgeht. Im schlimmsten Falle ist die Beziehung zwischen den Konfliktparteien am Ende komplett zerrüttet. Deshalb versuchen viele Führungskräfte – unbewusst – Konflikten auszuweichen. Diese Konfliktscheu führt in Unternehmen oft zu ungeahnten Reibungs- und Performanceverlusten und folglich zu versteckten Opportunitätskosten.

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Rüpel, Rotznasen und Besserwisser

Muss ich als Chef jetzt auch erziehen?

Für viele Führungskräfte unter Ihnen eine leider alltägliche Situation: Da trifft man sich mit den Projektbeteiligten zum Statusmeeting, erwartet freilich, dass sich diese ausgiebig mit den Aufgaben auseinandergesetzt haben. Sehnsüchtig erwartet man die Fortschritte, die der jeweilige Mitarbeiter vorstellen soll. Was jedoch ans Ohr dringt, ist vielmehr ein ellenlanger Vortrag, warum er oder sie eben noch gar nicht weitergekommen ist, verbunden mit allerlei Begründungen, die verdächtig nach Rechtfertigungen und Ausflüchten klingen. Da ist davon die Rede, dass die bisher besprochenen Maßnahmen laut Google und Wikipedia ohnehin nicht umsetzbar seien oder das doch lieber an externe Fachleute gegeben werden solle. Die machten eh ganz ‚coole’ Dinge. Womöglich wird Ihnen sogar noch ein persönlicher Bekannter als solcher Fachmann ‚ans Herz gelegt’.
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Gruppendynamik – Wie Sie damit Teams und Gruppen präzise steuern

Die Koalititionsverhandlungen für die aktuelle Regierungsbildung dürften für die Teilnehmer extrem erschöpfend gewesen sein. Angesichts des Wahlergebnisses wird die SPD in den kommenden vier Jahren auch als Regierungspartei vor allem eine Juniorpartner-Rolle spielen, gleichzeitig geht es für sie bereits heute darum, sich als potentieller Wahlgewinner des Jahres 2017 zu positionieren. Entsprechend anspruchsvoll und kontrovers war die Agenda. Ein gemeinsamer Nenner war auf den ersten Blick bei Fragen wie Rente, doppelte Staatsbürgerschaft, Mindestlohn, Energiepolitik, PKW-Maut, Steuern oder auch Haushalts-Strategien nicht zu erkennen. Dass der Koalitionsvertrag jetzt steht und bis Mitte Dezember hoffentlich auch durch die SPD-Basis abgesegnet wird, ist am Ende sicher vor allem einem gesunden Pragmatismus der Parteien geschuldet, der hoffentlich auch über die gesamte Legislaturperiode trägt.

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Provokateure, Querulanten und Bremser

oder: Wie Sie kommunikative Rempeleien produktiv parieren

In Ihrem Team kennen Sie wahrscheinlich seit langem Ihre „Pappenheimer“. Von wem die Rede ist? Von der Meinungsguerilla, die es in jedem Unternehmen gibt. Ein klassisches Beispiel für die Arbeitsweise von Provokateuren, Bremsern und sonstigen Bedenkenträgern: Eine Kreativ-Firma hat ein innovatives Marketing-Konzept entwickelt, bei dem es darum geht, durch revolutionäre Methoden eine bisher anonyme Kundenmasse kennenzulernen. Der Vortragende hat seine Präsentation noch lange nicht beendet – der erste aus der eigenen Gruppe rutscht jedoch schon auf seinem Stuhl herum. Sein immanenter Widerstand steht ihm ins Gesicht geschrieben.

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Verbales Bodybuilding

Wie Sie sich in Business-Gesprächen gegen Provokateure behaupten

In der „Weltwoche“ erschien vor einiger Zeit ein Text des Berner Schriftstellers und Kabarettisten Andreas Thiel, in dem es um die Unterschiede in der Gesprächskultur der Schweizer und der Deutschen ging. Die Eidgenossen pflegen aus der Sicht des Autors eine Konsenskultur, die auf „permanenter Deeskalation“ beruht und sich auch in der Sprache niederschlägt. Im Schwyzerdütsch seien Konjunktiv und Diminutiv die höchsten Güter. Flankierend kommen die auflockernde Ironie, die anekdotische Übertreibung sowie die beschwichtigende Verharmlosung zum Einsatz. Deutsche in der Schweiz deuten das helvetische Sprachverhalten oft als Freundlichkeit – und sitzen damit einem Missverständnis auf.
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Führung ohne Macht

Was Sie mit strategischer Kommunikation erreichen können

Kommt Ihnen diese Situation bekannt vor? Sie betrachten sich als hervorragenden Teamarbeiter. Mit Ihren Aufgaben und mit Ihren Kollegen fühlen Sie sich wohl. Auf Ihre fachliche Expertise können Sie sich absolut verlassen. Es könnte also eigentlich alles so bleiben, wie es ist. In der Praxis erwarten Unternehmen vor allem von ihren High Potentials allerdings eine dynamische Entwicklung inklusive des Aufbaus von Führungsqualitäten. Die eigen-verantwortliche Leitung einer Projektgruppe oder die fachliche Führungsverantwortung sind oft der erste Schritt – und in einer Matrixorganisation oft auch ein Test, ob und wie es für Sie darin auf der Karriereleiter weitergeht.
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Meetings – Produktivitätstreiber oder leeres Ritual?

Eine Frage bewusst gesteuerter Gruppendynamik

Könnten Sie, wenn Sie denn wollten, ein Buch über die Crux mit den Meetings schreiben? Herzlichen Glückwunsch – Sie finden sich wahrscheinlich bei der Mehrheit aller Führungskräfte wieder.
Die Klagen lauten: Zu oft, zu lang, zu wenig strukturiert, ein Mensch, der Endlos-Monologe hält, kontroverse Diskussionen, die keine Lösung finden oder völlig aus dem Ruder laufen. Viele Chefs und noch mehr Mitarbeiter sehen Meetings deshalb als reine Zeitverschwendung an, die ursprünglich vielleicht als Produktivitätsfaktor gedacht war, aber längst zu einem reinen Status-Ritual verkommen ist.
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