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Mitarbeiterbindung: Werte und Vertrauen versus Verführung?

Auf die emotionale Mitarbeiterbindung kommt es an! Dieser Satz ist fast schon eine Binsenweisheit, hat allerdings seine Tücken. Vor nicht allzu langer Zeit lieferte die aktuelle Edition des ‚Gallup Engagement Index‘ neue Daten, die wenig optimistisch stimmen: Rund 17 Prozent der bundesdeutschen Arbeitnehmer befinden sich in der inneren Kündigung, 67 Prozent machen an ihren Arbeitsplätzen vorzugsweise Dienst nach Vorschrift. Die um sich greifende Demotivation der Mitarbeiter ist vor allem ein Ergebnis falscher Führung. Als Gründe dafür nennen die befragten Mitarbeiter beispielsweise, dass Chefs die Ideen ihrer Angestellten schlicht für störend halten, dass sie nicht über ausreichende Ressourcen verfügen, um ihre Arbeit gut zu machen oder an ihren Arbeitsplätzen kaum Anerkennung oder persönliche Wertschätzung erleben. Das Gallup-Fazit lautet, dass – nicht nur hierzulande, sondern weltweit – viele Führungspositionen falsch besetzt sind, was die Unternehmen pro Jahr Beträge in Milliardenhöhe kostet.

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Management by Internet – eine Fundamentalkritik

Dr. Willms Buhse positioniert sich nicht nur in der deutschen, sondern auch in der internationalen Debatte als Vorreiter der digitalen Kollaboration – mit zwei Jahrzehnten Interneterfahrung. An internationalen Digital-Projekten wirkt er seit 1994 mit. Nach einer intensiven Arbeitsperiode in den USA ist Buhse heute als Keynote-Speaker und Consultant tätig – mit dem Anspruch, die Innovationen des Silicon Valley, an denen er zum Teil einen eigenen Anteil hat, in den Chefetagen der bundesdeutschen Wirtschaft und Politik publik zu machen. Sein aktuelles, im Sommer 2014 erschienenes Buch heißt „Agility by Internet“ – ein Vorabdruck davon findet sich in der „Wirtschaftswoche“.

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Welche Führungsqualitäten braucht die Chefetage?

Top-Manager haben in den letzten Jahren einen recht zwiespältigen Ruf bekommen. In der öffentlichen Wahrnehmung galten sie lange als die neuen Stars, die nicht nur mit Charisma, Entscheidungsmacht und Expertise, sondern auch mit Glamour glänzten. Dem großen Auftritt stehen Fakten gegenüber: In der Finanzkrise und zu diversen anderen Gelegenheiten hat mehr als ein Firmenlenker gnadenlos versagt und sich den ökonomischen Abgrund später schöngeredet. Zu besichtigen ist ein solches Szenario in Deutschland derzeit vor Gericht: Der frühere Arcandor-Chef Thomas Middelhoff war noch kurz vor dem Konkurs des Unternehmens davon überzeugt, dass er mindestens kurz davor war, Karstadt nachhaltig zu retten. Die Schuld am letztendlichen Debakel des Konzerns lag und liegt aus seiner Perspektive nicht in seinem verfehlten Management, sondern bei unfähigen Nachfolgern und ignoranten Bankern.

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Der Wechsel in eine Führungsposition – oft komplizierter als gedacht

Beruflicher Aufstieg gilt vielen als das Non-Plus-Ultra eines erfolgreichen Arbeitslebens. Berufsanfänger gehen oft schon mit klar definierten Karrierezielen an den Start und arbeiten danach über Jahre auf den Aufstieg in die Chefetage hin. Attraktiv erscheint der Wechsel auf eine Position aus ganz unterschiedlichen Perspektiven: Chef-sein bedeutet spannendere Arbeitsinhalte, größere Verantwortung, einen höheren Status und natürlich auch mehr Geld und Macht.

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Führung im Wandel

Die Führungsstruktur in Unternehmen ist dem gesellschaftlichen Wandel inbegriffen. Betrachtet man die Unternehmensstruktur heute im Gegensatz zu vor dreißig Jahren, so kann man eine Veränderung beobachten, die viele Probleme und Begriffsunschärfen im Bereich Führung und Management erklärt. Diese Veränderung macht deutlich, warum es wichtig ist, sich über die Rolle von Führungskräften in Unternehmen ausführlich Gedanken zu machen und sie in ihrer Wichtigkeit wahrzunehmen.

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Flache Hierarchien: Kann in unserer Führungskultur wirklich jeder Chef sein?

Flache Hierarchien sind ein populäres Thema für Unternehmen ebenso wie für Management-Wissenschaftler und Berater. Viele Firmen werben mit einer Führungskultur, die durch ein geringes Maß an Hierarchieebenen sowie kurze Kommunikations- und Entscheidungswege geprägt ist. Bewerber messen im Umkehrschluss die Attraktivität eines potentiellen Arbeitgebers daran, ob diese Kriterien erfüllt sind.

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Führung in der Krise?

oder: Warum ein Ombudsmann bei Führungsproblemen nicht wirklich weiterhilft

Das öffentliche Image der Handelskette Aldi hat im September 2013 unter einem Misshandlungsskandal gelitten, der daneben auch belegt, dass es mit der Qualität der unternehmensinternen Führung nicht zum Besten steht.
Im baden-württembergischen Mahlberg hatten Mitarbeiter des Aldi-Süd-Zentrallagers missliebige Auszubildende mit Frischhaltefolie gefesselt und mit Filzstiften im Gesicht beschmiert. Möglicherweise haben sich die Misshandlungen sogar mehrfach zugetragen.

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